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Fuß umgeknickt – Was tun bei Schmerzen und Schwellungen?

Fuß umgeknickt – Was tun bei Schmerzen und Schwellungen?


9 Minuten Lesezeit

Es passiert besonders schnell bei Sportarten mit plötzlichem Richtungswechsel oder auch beim Tragen von High Heels – kaum ist der Fuß umgeknickt, ist der Knöchel geschwollen und verfärbt sich blau. Jeder Tritt ist schmerzhaft und Du wirst wohl oder übel humpelnd zum Arzt gehen müssen. Warum es so häufig zum Bänderriss kommt und was das Sprunggelenk stabil macht, erfährst Du hier.


1. Die typischen Symptome – Knöchel geschwollen

2. Aufbau des Fußgelenks: Was macht ein stabiles Fußgelenk aus?

3. Verletzungsursachen: Wie kommt es zum umgeknickten Fuß?

4. Konservative Behandlungsansätze und Prävention

5. Stabilisations-Übungen und Vorteile einer Fußgelenkbandage


1. Die typischen Symptome – Knöchel geschwollen

Sind die Bänder gezerrt oder gerissen, hat der Betroffene Schmerzen beim Auftreten. In der Akutphase kommt es zu starken Schmerzen im Gelenk. Oft (nicht immer) entsteht eine Schwellung am Knöchel mit einer typischen blauen Verfärbung. Ist der Fuß verstaucht, kann es sein, dass Schmerzen erst deutlich später eintreten. Bei einem Bänderriss ist das Gelenk verändert bewegbar – das Fußgelenk wird instabil und Du fühlst Dich nicht sicher, ganz abgesehen von den Schmerzen beim Auftreten.

Am häufigsten handelt es sich um einen Riss des Außenbandes, also ein Umknicken des Fußes nach innen. Schlecht gedehnte oder verkürzte Wadenmuskeln und geschwächte Schienbeinmuskeln begünstigen eine Fußstellung nach innen, was das Außenband anfälliger für Risse oder Zerrungen macht. Bist Du mit dem Fuß umgeknickt, können Schmerzen auch im Ruhezustand vorkommen.

2. Aufbau des Fußgelenks: Was macht ein stabiles Fußgelenk aus?

Das Fußgelenk besteht aus oberem und unterem Sprunggelenk. Gemeinsam stellen sie eine funktionelle Einheit dar und werden Articulatio Cylindrica genannt. Das Sprunggelenk wird besonders stark in Anspruch genommen, weil es das komplette Körpergewicht trägt. Drei Außenbänder stabilisieren das Gelenk und verlaufen vom Knöchel zum Sprung- und Fersenbein.  

Obwohl der Fuß durch die Bänder-Gelenk-Kombination Beweglichkeit und Stabilität optimal verbindet, ist die Verletzungsgefahr hoch. Besonders bei Sportarten mit schnell wechselnden Bewegungsabläufen wie Fußball, Volleyball, Basketball oder Tennis machen Knöchelverstauchungen ein Viertel der Sportverletzungen aus. Dann kommt es zu sogenannten Umknick-Verletzungen, Zerrungen, Kapsel- oder Bänderrissen.

3. Verletzungsursachen: Was kann beim Umknicken passieren? 

Ist man mit dem Fuß umgeknickt, findet kurzzeitig eine Aufklappung des Sprunggelenks statt, was die Außenbänder schnell überdehnt oder zum Reißen bringen kann (fibulare Bandruptur). Wenn die Wadenmuskeln angespannt sind, tendiert der Fuß allgemein zur leichten Drehung nach innen, weshalb beispielsweise beim Aufkommen nach einem Sprung der Fuß nach innen wegknickt. 

Bei einem umgeknickten Fuß wird am häufigsten eines der Außenbänder überlastet und verletzt. In 85 % der Fälle ist das vordere Band, das den vorderen Rand des Außenknöchels (Ende vom Wadenbein) mit dem Sprungbein verbindet, betroffen. Dieses schwächste der drei Außenbänder heißt Ligamentum fibulotalare anterius (LFTA). 

Falls die Bänder bereits vor dem umgeknickten Fuß locker waren (Bandlaxität), leidet der Betroffene häufiger an überbeweglichen Gelenken, was die Gefahr des Umknickens deutlich erhöht. Spätfolgen können eine chronische Instabilität des Sprunggelenks sein: Der Knorpel im Sprunggelenk wird nach häufigem Verstauchen stärker abgenutzt. Wenn der Knorpel, der das Gelenk schützt, stark beschädigt wird, kann dies wiederum eine Gelenkarthrose nach sich ziehen.

Ob Dir bereits der Fuß umgeknickt ist, oder nicht: Allgemein sind Verletzungsmöglichkeiten am Sprunggelenk sehr vielfältig und sollten immer schnellstmöglich von einem Facharzt abgeklärt werden. Sie reichen von Muskelfaserriss, Bänderriss oder -Dehnung über Kapselriss bis hin zu schweren Verstauchungen (Distorsionen) und Frakturen.

 

4. Konservative Behandlungsansätze und Prävention 

PECH-Regel

Direkt nach der Verstauchung solltest Du das Sprunggelenk sofort entlasten und jeglichen Sport unterbrechen, das betroffene Bein hochlegen und wenn möglich den umgeknickten Fuß kühlen. Diese Erste-Hilfe Maßnahmen nach der PECH-Regel (P-Pause machen, mit E-Eis kühlen, C-Compression, H-Hochlegen) vermindert die Schwellung am Gelenk und lindert Schmerzen. 

Diagnose

Nun fragst Du Dich: Fuß umgeknickt, wann zum Arzt? Bevor das Gelenk erneut belastet werden kann, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen, um das Ausmaß und die Art der Verletzung untersuchen zu lassen. Ob beim Orthopäden oder Sportarzt, zunächst werden Brüche mithilfe von Röntgenbildern ermittelt. Liegt kein Bruch vor, kann mittels eines sogenannten Schubladentests die Beweglichkeit des Gelenks überprüft werden. Hierbei wird getestet, ob sich das Sprungbein nach vorne gegen das Schienbein verschieben lässt. Wenn der Fuß diese Bewegung nicht zulässt, liegt mit höchster Wahrscheinlichkeit eine Zerrung vor.

Behandlung

Bist Du mit dem Fuß umgeknickt, ist oft eine sog. konservative Behandlung ohne Operation möglich. Durch die bereits genannten Maßnahmen von Entlastung, Hochlagerung und Kühlung nimmt die Schwellung des Gelenkes bald ab und die Schmerzen lassen nach. In manchen Fällen ist eine Schmerzmittelgabe nötig oder vorübergehend sinnvoll. Solange keine vollständige Belastung möglich ist, sollte eine Thromboseprophylaxe erfolgen. 

Erneutes Umknicken verhindern

Das Tragen von Bandagen und Orthesen verhindert ein erneutes Umknicken des instabilen Fußes. Sie sollte bei einer leichten Verstauchung etwa eine Woche, bei angerissenen oder gerissenen Bändern etwa fünf Wochen getragen werden.

Trainierte Schienbeinmuskulatur und gut gedehnte Waden zählen neben dem richtigen Aufwärmprogramm zu den wichtigsten Präventivmaßnahmen. Sensomotorisches Training wie Koordinationsübungen und Reflextraining haben sich bewährt, da selbst anspruchsvolle Bewegungsabläufe automatisiert werden und damit das Gelenk stabilisieren.

Falls Du bereits früher mit dem Fuß umgeknickt bist, könnte es sein, dass das Gelenk instabil ist und die Bänder gelockert sind. Dann sollten die Muskeln durch gezielte Kräftigungsübungen gestärkt werden. Beachte in jedem Fall, dass zu frühe Gelenkbelastung nach einer Verletzung die Symptome erneut verschlimmern kann!

5. Übungen und Vorteile einer Fußgelenkbandage

Warum Fußbandagen unbedingt die Therapie Deines umgeknickten Fußes begleiten sollten, erfährst Du hier. Wir zeigen Dir außerdem, mit welchen Übungen Du Dein Fußgelenk stabilisieren kannst.

ÜBUNGEN

Bitte wärme Dich vor den von uns empfohlenen Übungen zur Stabilisierung des Sprunggelenks stets auf und frage Deinen Arzt, ob diese Übungen für Dich geeignet sind.

Übung 1

Stelle Dich neben eine Wand und stütze Dich nur ab, wenn Du Dich wacklig auf Deinem Standbein fühlst. Hebe den linken Unterschenkel an und versuche, Hüfte und Knie auf einer Ebene zu halten. Drücke Dich nun mit dem rechten Bein langsam in den Zehenstand, halte die Position kurz und setze die Ferse wieder langsam und kontrolliert ab. Wenn Du Dich nicht sicher fühlst, mache Die Übung mit beidbeinig. Wiederhole 2 Mal pro Seite à 10-20 Ausführungen.

Übung 2

Balancieren auf einem Bein: Zu Beginn mache die Übung einfach am Boden. Füge einen unebenen Untergrund hinzu, z.B. ein zusammengerolltes Handtuch und halte die Position so stabil wie möglich, ohne zu wackeln. Schwinge nun das freie Bein vor und zurück oder zeichne Kreise mit dem freien Knie. Balanciere je 3 Mal 30 Sekunden pro Bein mit kurzen Pausen zwischen jeder Gleichgewichtsübung.

Ist der Fuß umgeknickt, unterstützt eine Fußgelenkbandage das verletzte Sprunggelenk im Alltag und beim Training. Durch ihre Elastizität eignet sich unsere Tasano Knöchel-Bandage hervorragend für Sportarten mit abrupten Bewegungswechseln wie Volleyball, Basketball oder Fußball. 

Die Sportbandage vermittelt einerseits Halt und ein Gefühl von Sicherheit im Fußgelenk nach einer Verletzung und wirkt andererseits auch präventiv, um Zerrungen und Stauchungen durch Fehlbewegungen vorzubeugen. Durch die Entlastung und der starken Kompression werden eventuelle Schmerzen gelindert und weitere Reizungen verhindert.

Wir hoffen, wir konnten mit unseren Übungen weiterhelfen und wünschen Dir schnelle Genesung des betroffenen Fußgelenks.

 

Quellen

Hank, C. (2017). Von der Außenbandruptur zur chronischen Instabilität. OUP, 7(8), 396-400.

Kempf, F. K., Jung, J., & Schmitt-Köppler, A. (1965). Die Distorsion des oberen Sprunggelenkes mit und ohne Kapselriß. Langenbecks Archiv für klinische Chirurgie, 313(1), 530-532.

Klee, A. (2006). Zur Wirkung des Dehnungstrainings als Verletzungsprophylaxe. Sportwissenschaft, 36(1), 23.

Polzer, H. (2018). Umknick-Verletzungen von Fuß und Sprunggelenk. Der Unfallchirurg, 121(9), 680-682.

Schröter, R., Rosenbaum, D., & Elis, E. (2007). Prävention von Sprunggelenksverletzungen beim Basketball durch den Einsatz von Orthesen oder propriozeptivem Training. Inaugural-Dissertafion zur Erlangung des doctor medicinae der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster.

Walther, M. (2017). Patient ist umgeknickt: Was tun?. MMW-Fortschritte der Medizin, 159(16), 42-42.

 


Bitte beachte, dass die Inhalte unserer Blog-Posts lediglich einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse geben und einen Arztbesuch nicht ersetzen können. Bei jeglichen Beschwerden, ob akuter oder chronischer Art, legen wir Dir bei ausbleibender Besserung unbedingt nahe, fachlichen Rat einzuholen. Oben genannte Tipps solltest Du nur nach Absprache mit Deinem behandelnden Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker anwenden.

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